Goldankauf: Wo ist ein Geschäft in meiner Nähe? Wer zahlt am meisten?


Man schaut sich die Veränderungen der Gewinnschätzungen, für z. Noch konnte er die mittelfristige Aufwärtslinie verteidigen. Die nächste Ausschüttung steht Anfang Dezember an.

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Falsch ist, dass bei Klopfen die Zündung nach früh verstellt wird. Klopfen ist ja gerade eine zu frühe Zündung. Deswegen verstellt die Klopftegelung die Zündung nach spät. Richtig ist, dass es extrem auf den Motor ankommt, ob er für Frau Stochowski: Bei älteren Motoren ohne Klopfsensor bringt der teure Sprit gar nichts.

Mit 98 Oktan oder mehr war er mit 12 Litern zu fahren. Mit 95 Oktan E5 waren es 13 Liter. Mit dem minderwertigen E10 Fusel hat er sich 15 Liter durchgezogen Die Sache konnte von Anfang an nicht funktionieren. Und die werden ausgenutzt, um dem Motorentod durch unkontrollierte Zündungen "Klopfen" zu begegnen, die beim Tanken von schlechtem Sprit auftreten. So verkraften Motoren, die auf Superbenzin mit 95 Oktan eingestellt sind, in der Regel auch gelegentliches Fahren mit Normalbenzin 91 Oktan.

Würde man die Motoren dagegen auf 95 Oktan untergrenze auslegen, würde diese im schlimmsten Fall schwere Schäden erleiden - und das alles nur, um mit Oktan ein paar Prozent mehr Leistung zu haben.

Ganz nebenbei ist es natürlich auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung. UZnd die fällt verheerend für die Obersuperduper-Spritsorten aus. Die meisten bringen selbst uinter idealen Bedingungen also ständigen Fahren mit hoher Drehzahl und Last nicht mal halb soviel an prozentualer Mehrleistung, wie sie an der Tanke mehr kosten. Minderverbrauch herauskommen, damit der Einsatz des Sprits wenigstens kostenneutral wäre! Aber ich kann mir schon vorstellen, wer ein Interesse an der offiziellen Auslegung der Autos auf diesen Teuersprit hätte Bis zu der Einführung gehörten Shell und Aral zum dem Portfolio der mir möglichen Treibstoffverkäufer.

Seitdem macht halt einer der zahlreichen Konkurenten das Geschäft. Mir haben sie in Bayer kurz nach der Wende auch erklären wollen das die grossen Motoren von BMW "sauberer" verbrennen. Eigentlich sollte logisches Denken reichen. Ein grosser Motor verbraucht eigentlich immer mehr. Es kann ja sein das im Verhältnis weniger Stickstoffe emittiert werden. Da das Abgasvolumen insgesamt aber grösser ist kommen auch wieder mehr Schadstoffe in die Umwelt.

Für m eine automobile Randgruppe kann der Sprit Vorteile haben: Ich besitze einen mercedes mit einem M Benzinmotor. Der Motor stammt aus der Frühzeit des geregelten Katalysators und war ursprünglich für 98 Oktan ausgelegt. Für den Betrieb mit Katalysator und Super bleifrei 95 wurde die Zündsteuerung auf einen späteren Zündzeitpunkt eingestellt. Durch Umstecken eines Steckers kann aber die Zündsteuerung wieder für 98 Oktan eingestellt werden. Es kommt nur auf die Auswahl der Motoren an.

Meine überarbeiteten Motorradmotoren laufen ohne Oktansprit nicht mehr vernünftig, Warum sollte ich die Verdichtung reduzieren?

Das würde merklich Leistung kosten. V bemerkt man dann, wenn man es braucht, nicht, wenn man es iegenwo reinkippt. Für das letzte Quentchen Leistung nutzt man noch mehr Verdichtung und zusätzlichen Oktanbooster. Dazu bedarf es aber mehr, als nur eine erhöhte Oktanzahl. Ist da was dran? Hat da jemand Ahnung? Oder ist das nur wieder so eine Urban-Legend Ob die Rohstoffe dafür fossil sind oder aus der Palmöl-Produktion stammen, ist nicht sicher.

Die Raffinerie steht jedenfalls in Malaysia. Unsinn Zitat von Chilango montecristo. An der Leistung ändert sich dadurch auch bei Turbo und Klopfsensor und Vanos vermutlich wenig.

Fahre pro Jahr 45Tkm immer die gleichen Strecken. Habe das tatsächlich mit anderen Dieselsorten verglichen und meine, dass es bei meiner sehr moderaten Fahrweise auf der Autobahn merklich weniger verbraucht. Aufgrund des fehlenden Bioanteils finde ich keine gelben Ablagerungen mehr in der Schwimmerkammer, habe keine zugesetzten Düsen, benötige keine Überwinterungsmittelchen mehr im Benzin und die Veteranen starten, wenn sie den Zündschlüssel nur sehen bzw.

Für meine nahezu täglich bewegten Alltagswagen treffen diese meine Anforderungen aber nicht zu, da empfinde ich den doch nicht unerheblichen Mehrpreis als unangemessen. Das ist reproduzierbar mehrfach ausprobiert und mit Super 95 verglichen , allerdings kann man das technisch wohl kaum mit einer höheren Oktanzahl erklären.

Preislich rechnet sich das eher nicht, es sei denn, das hat noch irgendwelche wundersame, positive Effekte.. Gerade bei leistungegesteigerten Autos ist Oktan angeraten. Die Serienautos sind ausgelegt, mit verschiedenster Spritqualität zu fahren, d. Sobald die Sensorik der Motoren feststellt, dass es in den Bereich des Klopfens geht, wird Leistung zurückgeregelt. Bei leistungegesteigerten Autos kann man das oft ganz einfach beobachten.

Wenn ein Turbo Benziner "Software gemacht" bekommen hat, einfach mal beim Durchbeschleunigen der Gänge die Korrektur des Zündwinkels beobachten. Es geht also nicht um Mehrleistung, sondern dass die abgestimmte Leistung nicht gedrosselt wird. Einer der anderen Faktoren für den Zündwinkel ist nämlich die Ansaug Lufttemperatur. Bei manchen Turboautos mit sehr hohen Literleistungen sind ja die Serien-Ladeluftkühler schon am Anschlag ihrer Leistungsfähigkeit, wenn auch nur ein-zwei Gänge hintereinander durchbeschleunigt werden.

Also hilft bei Turboautos mit viel Literleistung grob gesagt mehr Oktan, je wärmer die Aussentemperatur. Wie gesagt, bei Software optimierten Turbomotoren auf jeden Fall, bei Serienautos findet man eben einfacher Autos, bei denen das keine Rolle spielt. E85 habe ich vor wenigen Jahren noch gesehen. Ist aber in Skandinavien sehr verbreitet. Es benötigt eine Änderung der Motorsteuerungssoftware, das macht dort aber jede Werkstatt.

Übrigens ist E10 ganz gut für überwinternde Motorräder. Der Alkohol hält Kondenswasser in Lösung. Per Kanister bis zum Stehkragen auffüllen tuts natürlich auch. Zitat von knuty b20a9: Das geht sehr wohl Ich habe diese Diskussion echt satt. Der Artikel legt den Fokus nicht falsch, da die Oktan ja sowieso nur Benzin betrifft. Der Hauptvorteil der Premium-Kraftstoffe für den durchschnittlichen Fahrer liegt in der deutlich höheren Dosierung der Additive, vor allem beim Diesel.

Es geht darum, die Lebensdauer der Motoren und aller treibstoffführenden Teile zu erhöhen. Wer sein Auto nicht pflegt, der kriegt auf lange Sicht die Quittung. Anstatt Messungen von Leistungssteigerungen vorzunehmen, wäre mal angebracht zu testen, was denn aus dem Zapfhahn rauskommt: Bei den Sorten Benzin und Diesel werden gem.

Website Additive zugefügt vor Verlad zur Tanke. Aber ob die Additive wirklich dort rauskommen, wo's auf dem Zapfhahn steht? Selbst wenn das in D meistens klappen sollte - im nahen Ausland könnte das grosszügig übergangen werden - nicht? Also da bliebe noch zu erwähnen, dass diese Superkraftstoffe einen erheblich geringeren Heizwert aufweisen als normales Super.

Damit ein geringerer Verbrauch zustande kommt muss daher der Motor schon in der Lage sein einen erheblich früheren Zündzeitpunkt hinzulegen, was die meisten Kalibrierungen mit Sicherheit nicht erlauben, um das zu kompensieren.

Um das mal festzuhalten. Die Raffinerien in Deutschland beliefern bestimmte Gegenden. Alles, was sie in ihrer Stadt tanken, stammt immer von der gleichen Raffinerie. Dort wird ein Tank angemischt, untersucht ob der Inhalt den gesetzlichen Bestimmungen entspricht und geht dann in den Verkauf. Genaugenommen sind die Kraftstoffe so gut, dass es eigentlich keiner Zusatzstoffe bedarf.

Vor 40 oder 50 JAhren war das noch etwas anders. Bei meiner schon etwas älteren Moto-Guzzi gibt es bei "normalen" Superbenzin immer Beschleunigungsklopfen. Mit Oktan Benzin passiert das nicht. Mehr Leistung kann ich allerdings nicht feststellen. Bei einem modernen Motor mit Klopfsensor bringt der Oktan Sprit sicherlich nichts. Da schreib der "ganzeinfach": Die Aussage gehört imho ins Reich der Märchen.

Mindestens eine Tankstelle kann ich benennen, bei der ich den Wagen mit E10 volltanken wollte, aber nur läppische viereinhalb Liter erhielt. Ich habe dann diese viereinhalb Liter bezahlt und bin dann rüber zur Konkurrenz. Da gab es E Als einer aus der Branche.. Und sind genervt wegen "wann tanken", verträgt es die Kraftstoffleitungen. Von einem gewissen Tankwerk habe ich einen 1. Spare Stress und bekomme nochmal paar Cent pro Liter. Tatsächlich könnte man die Additive im Shop erhältlich machen.

Das würde die Tankstellen massiv verkleinern, da nicht mehr für jeden angelieferten Kraftstoff ein eigener Grosstank eingebaut würde und ebenfalls nicht mehr so viele Zapfhähne drüber sein müssten. Also doch alles nur Gewinn-Optimierung zu Handen der Aktionäre?

Solange man in D noch immer nicht genau messen will, was hinten aus einem fahrenden Diesel oder Benziner rauskommt, dann muss man fast annehmen, dass man nicht wissen will was genau vorher in den Tank eingefüllt wird.

Kryptonit im Vergaser Zitat von wgk. Der teure Sprit liess meinen 1Zylinder deutlich besser beschleunigen. War begeistert zu und gönne dem Kleinen seither nur noch den Teuersprit. Bei Motoren mit hoher Drehzahl, bzw hauptsächlich Sportwagen und Motorrädern kann es von Vorteil sein Benzin mit hoher Oktanzahl zu nehmen.

Wenn man in abgelegene Gegenden der Welt fährt, empfiehlt sich ein Spezialtrichter aus dem Zubehör, der zugepanschtes Wasser nicht durchlässt. Die meisten Motoren anderer Hersteller sind etwas empfindlicher bei der Qualität.

Was soll man Tanken? Biodiesel hat ich im in Dänemark. Ergebnis höherer Verbrauch trotz niedriger Richtgeschwindigkeiten. Jetzt fahre ich Tiguan mit 6,1 l Benzin pro km. Und mein Beitrag zum Insektensterben ist? Kein Brot im Tank!! Elektronisches Klopfen Der Artikel ist für mich nur ein weiteres Argument dafür, dass Autos mit Elektroantrieb fahren sollten.

Wer's Klopfen vermisst, für den kann man das ja dann elektronisch über Lautsprecher einspielen, wie bei BMW das Brummen. Je niedriger die Verdichtung desto uneffektiver ist der Motor. Dann bemängelte hier noch jemand einen Mehrverbrauch wenn man E10 oder E85 "Plörre" fährt. Das liegt nicht am Benzin, sondern an der Lambdaregelung und ist normal. E85 ist sehr klopffest. Wie auch schon ein er Fahrer bmerkt hat, waren die 80er Jahre mit Einführung des Katalysators eine komische Zeit, da einige Motoren z.

Mann nahm einen höheren Verbrauch in Kauf, um eine saubere Verbrennung zu haben. Um gleiche Menge zu bekommen, müssen Sie von E10 mehr verbrauchen Sind wir alle Rennfahrer das es um die 5PS oder 2kmh ankommt?

Ach ja, an der nächsten Ampel wartet ja der nächste Start! Vorteile von Ultimate und CO: Das Benzin hat tatsächlich kein Bioethanol stattdessen Äther beigemischt. Das Benzin ist weil ohne Ethanol hergestellt länger haltbar. Durch die höhere Klopffestigkeit wird keine Leistungssteigerung erzeugt, die erzeugt man z. Die höhere Klopffestigkeit ist aber auch für Motoren sinnvoll die eigentlich diesen Kraftstoff aufgrund Motorauslegung nicht benötigen werden und zwar dann wenn besonders viel Leistung von den Motoren insbesondere bei niedrigen Drehzahlen verlangt wird.

Letzter Punkt der mir noch einfällt, sehr gut für Zweitakt- Sportmotorräder als Premix geeignet, die laufen allerdings noch besser mit Alkyd Sprit z. Aspen Racing mit Oktan , weil damit tatsächlich eine Russ- und Ablagerungsfreie Verbrennung erreicht wird, einziger Sprit der auch für Indoor- Veranstaltungen zugelassen ist. Ich wünschte mir der Spiegel würde sich bei seinen Artikeln besser vorher informieren, da steht nur Halbwissen und die tatsächlichen Gründe und Für- und Wider werden gar nicht richtig diskutiert Ehrliche Werbung Immerhin war die Werbung mit Michael Schumacher, für diese überteuerten und praktisch nutzlosen Produkte, so ehrlich wie sonst selten Werbung: Ein Motor braucht Benzin, das die Spezifikationen einhält, alles darüber hinaus ist unnützer Luxus, wie Gold oder Champagner!

Wenn sich die Motorenhersteller einigen und ihre Motoren auf den Luxussprit ausgelegt werden, werden Autofahrer nur zu dem überteuerten Zeug gezwungen, was durch Kraftstoffersparnis nicht annähernd wieder rein geholt werden kann. Einzelne Autos gab es ja schon, die nicht mal mehr regulär mit Super Plus 98 Oktan liefen.

Und Umweltvorteile durch geringeren Verbrauch werden durch energieaufwändige Synthese und Umformung zunichte gemacht. Ich sage das jetzt mal so ganz lax: Die sind dort auch teuer in der Anschaffung, Überholung und Austausch.

Etwa aus einem ca. Aral Ultimate absolut Ethanolfrei ist. Es gibt noch eine ganze Reihe von Fahrzeugen die Ethanol nur schlecht vertragen. Einen solchen Sprit anzubieten ist sicher sehr sinnvoll, nur die Marketingaussagen sind natürlich irreführend.

Es ist schon traurig das man in Deutschland kein Normalbenzin mehr kaufen kann. Hier in Nordamerika fahren die meisten Autos sehr gut mit Normalbenzin und Super wird nur für die high performance modelle benötigt. Die neueren Autos sind auch klar bezeichnet ob sie für Ethanol geeignet sind und dieser Kraftstoff ist hier sehr beliebt. Bei meiner Harley merkt man den Effekt. Ebenso bei meiner 2-Takt Vespa PX. Die Harley verfügt über eine After-Market-Zündanalge, die "elektronisch" funktioniert, aber manuell einstellbar ist.

Der Motor ist modifiziert und höher verdichtet als beim Original. Da die Maschine nur über einen Kickstarter verfügt, habe ich die Zündung ein wenig auf "früh" eingestellt. Sie springt so leichter an. Mit 95 Oktan läuft sie sauber. Mit Oktan hat sie etwas mehr Leistung, läuft aber wie ein Sack Nüsse und wird sehr viel heisser. Merkt man bei längeren fahrten direkt an den Beinen. Mit 95 Oktan läuft sie o. Mit Oktan hat sie merklich mehr Leistung, wird aber auch gefühlt heisser.

Das kann ich allerdings nicht belegen, da der Motor sich unter einer Plastikabdeckung und einer Blechhaube befindet. Die Vespa springt, trotz ebenfalls "Kicker only", mit beiden Spritsorten sofort an. In den Mercedes V8 merkt man gar nichts.

Wirklich eklatante Unterschiede stellte ich bei einem Ford Transit 2. Der Motor hatte merklich mehr Kraft im unteren Drehzahlbereich mti dem teureren Sprit. Der Verbrauch sank somit, weil ich die Fahrweise anpasste und früher schaltete.

Zudem versottete die Standheizung fast nicht mehr und funktionierte bei niedrigeren Temperaturen noch, als mit dem normalen Diesel. Beide, Motor und Standheizung, liefen bei Kaltstart "runder". Der Motor nagelte nicht so sehr. Bei unserem Mercedes V6 Diesel von vor fast 10 Jahren merkt man hingegen gar nichts. Es scheint also stark auf das individuelle Fahrzeug anzukommen.

Mit Oktan muss ich bei einem Durchgang nicht nachtanken. Bei 95 Oktan muss ich kurz vor dem Ende des Gartens noch ein wenig Sprit nachfüllen. Ob der höhere Preis des Sprits sich lohnt? Für die Lebensdauer des Transit Diesels war das sicher gut. Die Harley müsste man anders einstellen. Der Fiat und der Benz bekommen 95 Oktan, weil es egal ist. Diese Fahrzeuge laufen ohnehin nie Volllast. Der rasenmäher bekommt meist verschiedene Reste aus Kanistern und abgelassenen Tanks.

Totaler Blödsinn sind die teureren, besseren Spritsorten jedenfalls nicht. Wenn Oktan Benzin für Kraftfahrzeuge offenbar ohne Probleme zu akzeptablen Preisen herstellbar sind, wieso braucht es für die Fliegerei mit Leichtflugzeugen dann immer noch verbleites Avgas?

Dies sollte endlich verboten werden! Mit hochoktanigem Benzin springen Autos besser an. Bei meinem E 1. Super 95 ging so, E 10 war schon gruselig, E 85 ohnehin und mit Ultimate war er sofort da; ohne zu orgeln. Der E 4matic verbrauchte mit Ultimate etwa 0,5 Liter auf km weniger und das über Mit beiden Sorten springen sie sofort an und das sind einfache Vergasermotoren!

Allein, dass die Oldtimer sofort anspringen und rund laufen, ist mir den Aufpreis für den Premiumsprit wert. Stickoxide bei "Edel-Diesel" der Unternehmen?? Angesichts der Diese-Debatte doch eine interessante Frage, oder nicht?

Sofern die Ergebnisse damals stimmten, wäre das eine universelle Lösung für den Verkehrssektor! Gerade, wenn man am A E85 benötigt eine andere Gemischregelung. Sie enthalten wenig Humus und sind für Bodenzerstörung durch den Menschen anfällig.

Mit entsprechenden Düngereinsatz eignen sie sich für den Hirse- oder Baumwollanbau. In der nördlichen Sahelzone dominieren subaride Braunerden , die einerseits die selten fallenden Niederschläge gut absorbieren, andererseits aber zur Erosion neigen. Dieser häufig mit Gras bewachsene Boden ist für die nomadische Weidewirtschaft von hoher Bedeutung.

Die Wüstenregionen sind durch Rohböden gekennzeichnet, die durch physikalische Verwitterung entstanden sind und kaum organische Anteile aufweisen. Entlang der Flüsse, speziell in den Überschwemmungsgebieten und dem Binnendelta des Niger, kommen Gleyböden und Vertisole vor. Sie weisen eine hohe Fruchtbarkeit auf, bergen aber das Risiko der Versalzung und der Spaltbildung bei Trockenheit.

Hier befindet sich eine etwa Der Senegal-Fluss ist der zweite wichtige Fluss der Region. Die Fischerei in den Flüssen und Seen bildet einen wichtigen Wirtschaftszweig. Die Sümpfe und Feuchtgebiete, die sich in der Regenzeit entlang des Niger bilden, bieten zahlreichen Vogelarten Lebensraum.

Die Wechselwirkung zwischen nordwärts wandernder innertropischer Konvergenzzone im Sommer und trockenem Nordost-Passat Harmattan im Winter beschert allen Regionen des Landes eine ausgeprägte Einteilung in Trocken- und Regenzeit.

Die Trockenzeit fällt in den Winter und die Regenzeit in den Sommer. Im Norden gibt es in den Oasen nur kleine landwirtschaftliche Nutzflächen. Während in Kidal weit mehr als die Hälfte des Jahresniederschlages auf Juli und August entfällt, erfreut sich der Süden einer Regenzeit, die im Mai einsetzt, im August ihren Höhepunkt erreicht und im Oktober abklingt.

Je weiter man nach Norden vordringt, umso mehr fallen die Niederschläge in Form von kurzen, heftigen und lokal begrenzten Gewitterregen.

Dies erschwert die Landwirtschaft noch zusätzlich, denn die Feldfrüchte verdorren häufig zwischen zwei Regengüssen und zwingen die Bauern zu mehreren Aussaatversuchen. Vom geographischen Breitengrad sind sie weitgehend unabhängig. Die Jahresamplituden sind jedoch im Norden deutlich höher als im Süden: Die Extremtemperaturen werden aus den Orten am Rande der Sahara gemeldet: Ist sie nicht stetig, sondern wellenförmig oder unterbrochen ausgeprägt, fällt weniger Regen oder die Regenzeit beginnt später.

Treten mehrere Jahre mit ungünstiger Ausprägung der innertropischen Konvergenzzone hintereinander auf, kommt es zu einer Dürreperiode. Seit den er-Jahren kommen Dürreperioden aber immer häufiger vor.

Auch ein langfristiger Rückgang der Niederschläge kann für diese Zeitspanne nachgewiesen werden. Dies wird mit verminderter Verdunstung in den Innertropen aufgrund von Umweltzerstörung erklärt. Die Auswirkungen auf Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit wären in diesem Falle schwerwiegend. In Mali liegen einige der ältesten Städte Westafrikas. Jahrhundert durch Zuwanderung von Sarakolle aus dem zerfallenen Ghana zu einem Handelszentrum, das seinen Höhepunkt im Jahrhundert erlebte und dessen Architektur bis heute den Dörfern des Niger-Binnendeltas als Vorbild dient.

Das am Südrand der Sahara gelegene Timbuktu entwickelte sich ab dem Jahrhundert zu einer der wichtigsten Städte der Region, die von ihrer Lage am nördlichsten Punkt des Nigerbogens profitierte. Neben dem allgemein hohen Bevölkerungswachstum trägt die Landflucht aufgrund sich verschlechternder ökologischer Verhältnisse, Dürre oder politischer Instabilität zu einer schnellen Urbanisierung bei.

Eine grenzüberschreitende Bedeutung hat sie jedoch nicht. Durch den Zustrom von Dürreflüchtlingen sind Mopti Die Vegetation in Mali ist das Ergebnis jahrhundertelanger menschlicher Eingriffe. Eine natürliche Vegetation ist nur noch in eng begrenzten Gebieten vorhanden.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen ist den Pflanzen dieser Zonen gemeinsam, dass sie zu Beginn der Regenzeit austreiben und in den trockenen Monaten ihr Laub abwerfen bzw. Alle diese Bäume werden durch den Menschen intensiv genutzt. Auf weniger günstigem Boden gedeihen Combretum -Gehölze. Es dominieren verschiedene Akazien -Arten, Wüstendattel Balanites aegyptiaca oder Combretum glutinosum , sowie die Gras-Arten Cenchrus biflorus oder Aristida mutabilis.

Eragrostis tremula besiedelt häufig Flächen, auf denen Hirse angebaut wurde. Bei dieser Savanne handelt es sich um den Tigerbusch ; dort wechseln sich Flächen mit und ohne Vegetation in Streifenform ab. In feuchten Niederungen des Nordsahel gedeihen noch Akazien-Arten, Strauch-Arten wie Leptadenia pyrotechnica oder die wichtigen Futterpflanzen Maerua crassifolia oder Zahnbürstenbaum Salvadora persica. In diesen Gebieten treten Akazien-Arten nur noch in Wadis auf.

An günstigen Standorten gedeihen Horstgräser wie Aristida pungens , Aristida longiflora oder Panicum turgidum. In Mali endemische Arten sind Maerua de waillyi aus der Familie der Kaperngewächse , Elatine fauquei aus der Familie der Tännelgewächse , Pteleopsis habeensis Flügelsamengewächse , Hibiscus pseudohirtus Malvengewächse , Acridocarpus monodii Malpighiengewächse , Gilletiodendron glandulosum Hülsenfrüchtler , Brachystelmam edusanthernum Gattung Brachystelma , Pandanus raynalii Schraubenbaumgewächse.

Ebenso wie in Mauretanien lagen in der Vergangenheit die Aussterberaten für Populationen von Säugetieren in Mali im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten sehr hoch, trotz der niedrigen Bevölkerungsdichte. Insgesamt sind etwa Säugetierarten in Mali heimisch. Die Westafrikanische Giraffe kam ursprünglich in weiten Teilen in Zentralmali vor, wurde jedoch durch intensive Bejagung auf eine Restpopulation im Grenzgebiet zu Niger reduziert und gilt heute ebenfalls als ausgestorben.

Ihre Zahl wurde auf — Individuen geschätzt, [50] kam man hingegen auf eine Zahl von bis [51]. Wichtigste Habitate sind die von Gilletiodendron glandulosum aus der Familie der Hülsenfrüchtler durchsetzten Wälder, die im Gilletiodendron-Wald etwa 60 für Schimpansen essbare Pflanzenarten bieten. Andere Säugetiere sind einige Arten kleinerer Antilopen , die Mähnenziege , das Erdferkel und das Flusspferd , daneben leben zahlreiche Kleinsäuger in dem Land.

Erwähnenswert ist der Mali-Amarant , der in Reiseführern gelegentlich als Endemit für Mali ausgewiesen wird, jedoch auch in den Nachbarländern vorkommt.

Unter den Reptilien Malis gibt es über Echsenarten [57] , unter anderem Warane und Dornschwanz-Agamen , und über Schlangenarten [58]. Hierzu zählen Vipern wie die Puffotter , diverse Sandrasselottern und die Wüsten-Hornviper sowie Giftnattern wie mehrere Kobras und die Boomslang , die im Süden präsent ist.

Besonders auffallend sind die Bauten der Art Cubitermes fungifaber. Die Webervögel -Arten sind gefürchtete Schädlinge in den Reisfeldern. Noch mehr Sorgen bereiten der Bevölkerung Wanderheuschrecken. Die Wüstenheuschrecke , die ihre Brutgebiete im Maghreb hat, kann in Jahren mit ausreichend Niederschlag in riesigen Schwärmen über die Sahara in den Sahel wandern und natürliche Vegetation wie auch Nutzpflanzen vernichten. Die Bevölkerung Malis setzt sich aus rund 30 verschiedenen Ethnien zusammen.

Sie haben verschiedene Sprachen und Kulturen. Die Bevölkerung Malis gehört zu den am schnellsten wachsenden der Welt. Anders als in den meisten Ländern der Welt verharrt die Fertilität von bis heute auf dem sehr hohen Niveau von über sechs Kindern pro Frau.

Einige ihrer frühen Reiche erlangten ihren Wohlstand und ihre Macht durch Handel treibende Karawanen. Die traditionellen Bewegungen der Migranten verlaufen über die erst vor wenigen Jahrzehnten gezogenen Grenzen hinweg. Seitdem das Land unabhängig wurde, verlor es ungefähr 3 Millionen Bürger an das Ausland.

Unter Personen mit höherer Ausbildung lag dieser Anteil doppelt so hoch. Im Jahr lebten Die Gelder, die ausgewanderte Malier nach Hause senden, sind zu einem wichtigen Faktor der malischen Wirtschaft geworden.

Das war dreimal so viel wie sechs Jahre zuvor. Die Höhe dieser Transfers entspricht dem Vierfachen der Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen oder nicht ganz der Hälfte der Entwicklungshilfe. Die Grenzen Malis verlaufen nicht entlang nationaler oder ethnischer Siedlungen.

Sie wurden durch koloniale Einflüsse und Verwaltungsräume bestimmt. Heute leben in Mali Völker, die sich durch Sprache, Religion und andere anthropologische und ethnologische Merkmale unterscheiden. Ihre Siedlungen liegen im südwestlichen Dreieck des Landes. Sie siedeln vornehmlich nahe der Grenze zu Burkina Faso.

Besonders die Tuareg sind von fortschreitender Marginalisierung bedroht. Die Sprachgrenzen verlaufen entlang der ethnischen Grenzen.

Im Norden Malis sind Tuareg-Sprachen und Arabisch verbreitet, die dortige Bevölkerung betrachtet Bambara als Mittel der Machtentfaltung der subsaharischen Völker und weigert sich aus diesem Grund, diese Sprache zu lernen. Tamascheq und Tamahaq haben in Mali gemeinsam rund Die französische Sprache wird in Mali zwar lediglich von einer verschwindenden Minderheit als Muttersprache gesprochen, wird aber trotzdem von der Verfassung Malis zur Amtssprache erklärt.

Während Parlamentsdebatten auf Französisch gehalten werden, wird in Gerichten meist in einer nationalen Sprache verhandelt. Die Unterlagen werden in jedem Fall auf Französisch angefertigt. An den Schulen wird ebenfalls meist in der Sprache der Ethnie unterrichtet, Französisch nimmt jedoch schon in der Grundschule breiten Raum ein.

Höhere Bildung wird allein auf Französisch angeboten. Als Mittel zur Steigerung der sozialen Mobilität, also als Mittel des gesellschaftlichen Aufstiegs und der regionalen Mobilität, besitzt die Sprache der früheren Kolonialmacht hohe Bedeutung.

Mali ist ein muslimisch geprägtes Land. Eine in Westafrika verbreitete, und auf der Gleichheit aller Muslime beharrende Richtung des Islams gelangte spätestens im Jahrhundert zu starkem Einfluss in Mali. Herrscherfamilien, Händler und Weise waren zum Islam konvertiert, während die Mehrheit der Bevölkerung traditionellen Glaubenssystemen anhing. Jahrhundert die islamische Gelehrsamkeit. Nach kam es in Westafrika zur Bildung islamischer Staaten: Sie beziehen ihr Ansehen aus ihrer Kenntnis der arabischen Schrift, einer besonderen göttlichen Segnung, dem Wissen um besonders mächtige Suren aus dem Koran und anderen esoterischen Fähigkeiten.

Jahrhundert, wie auch der geistige Austausch mit anderen Völkern Westafrikas haben den malischen Islam stark geprägt. In den er und er Jahren verbreitete sich in den Kreisen malischer Studenten und Händler, die direkte oder indirekte Kontakte mit dem Vorderen Orient hatten, das Wahhabitentum. Vor der Islamisierung herrschten ethnische Religionen vor.

In ihrer ursprünglichen Form sind sie in abgelegenen Regionen des südwestlichen Teils des Landes erhalten geblieben. Sie dienen vor allem der Aufrechterhaltung der ländlichen Subsistenz -Gesellschaft und umfassen Ahnenkult , Glaube an Geister und Magie sowie die Praxis von Opfergaben und die Mitgliedschaft in Geheimbünden.

Jeder Angehörige der Gemeinschaft durchläuft verschiedene Phasen, wobei am Beginn jeder dieser Phasen eine Initiation stattfindet. Auch der jeweils nächsten Phase geht ein Aufnahmeritual voran. Die religiösen Traditionen sind bei jeder der zahlreichen Ethnien des Landes anders.

Die meisten von ihnen bekennen sich zur katholischen Kirche und gehören den Völkern Dogon und Bobo an. Bis zum Ende der französischen Kolonialherrschaft existierte ein modernes Bildungssystem nur an wenigen Orten. Sein Ziel war vor allem die Ausbildung von Verwaltern und Übersetzern für die koloniale Administration. Budgets wurden gekürzt, die Anzahl der Lehrer sank, die Lehrergewerkschaft war Repressalien ausgesetzt.

Am Ende der er Jahre konnte nur eines von fünf Kindern die Schule besuchen. Fast drei Viertel aller Kinder hatten dadurch Zugang zu Bildung.

Das malische Schulsystem ist an jenes anderer französischsprachiger Länder angelehnt. Finanznot bedingt schlechte Räumlichkeiten, den Mangel an Unterrichtsmaterial und an Lehrern: Der Anteil der Schüler, die die Schule vor dem Abschluss abbrechen, ist sehr hoch, und der Zugang vom Bildungssystem ist aus kulturellen und finanziellen Gründen ungleich verteilt: Mädchen haben eine viel niedrigere Chance auf Bildung als Jungen, die Landbevölkerung deutlich geringere Möglichkeiten als die Stadtbevölkerung.

Trotzdem werden vermeintlich HIV-positive Menschen gesellschaftlich ausgegrenzt. Mali gehört zu jenen Staaten, wo die Beschneidung junger Mädchen am weitesten verbreitet ist. Ebenso viele Frauen gaben an, ihre Töchter beschneiden lassen zu wollen. Die Praxis ist unabhängig von Einkommen, Ausbildungsniveau oder Religion: Zwei Drittel der Frauen christlicher Religion sind beschnitten.

Da der Eingriff vor dem 5. Lebensjahr und meist nicht von medizinischem Fachpersonal, sondern von einer traditionellen Beschneiderin durchgeführt wird, sind Komplikationen häufig. Trotzdem ist die Beschneidung so fest in der Tradition der Völker Malis verwurzelt, dass sämtliche Initiativen zur Abschaffung der Beschneidung nur zu einem geringen Rückgang dieser Praxis geführt haben. Mali war bis zum Militärputsch im März politisch stabil. Der Putsch von hat seine Krisenanfälligkeit und seine institutionellen Schwächen offenbart: Inadäquate Institutionen, mangelnde Aufsicht und Durchsetzung von Rechten, vor allem aber grassierende Korruption in Regierung, Wirtschaft und bei den Sicherheitskräften, ebenso wie im Bildungs- und im Gesundheitssektor.

Hinzu kam die Veruntreuung von Geldern aus der Entwicklungshilfe. Die instabile Lage wirkt sich auf die Nachbarländer aus: Die Rückwanderung von Ausländern, die in Mali beschäftigt waren, drückt auf die Arbeitsmärkte der Nachbarstaaten. In den betroffenen Staaten wurden die Ausgaben für Sicherheit und Rüstung erhöht.

Das politische Leben Malis basiert auf der Verfassung. Sie wurde durch eine Volksabstimmung angenommen. Das republikanische Regierungssystem ist an dasjenige Frankreichs angelehnt und als semipräsidentiell zu bezeichnen. Es sieht eine Gewaltenteilung in Exekutive, Legislative und Judikative vor. Die exekutive Macht liegt in den Händen des Staatspräsidenten , der alle fünf Jahre durch direkte Wahl in zwei Wahlgängen bestimmt wird.

Der Präsident ernennt einen Premierminister , der die Minister vorschlägt. Der Präsident ist Vorsitzender des Ministerrates.

Die Anzahl der Ministerien ist typischerweise hoch 24 im Jahre , [] 34 im Jahre [] , die Effizienz der Ministerien darf als niedrig bezeichnet werden. Alle anderen Ämter im Parlament die acht Vizepräsidenten, die acht Parlamentssekretäre und die zwei Quästoren werden jährlich neu vergeben. Die Verfassung sieht eine unabhängige Judikative vor. Die höchsten Instanzen sind das Verfassungsgericht und der oberste Gerichtshof.

Konflikt in Nordmali seit Konflikte zwischen der sesshaften Bevölkerung und den Nomaden der Sahara, die vor allem aus Tuareg und arabischen Stämmen bestehen, reichen weit in die Geschichte Westafrikas zurück. Die französischen Kolonialherren brachten die Nomaden nicht unter ihre Kontrolle. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre betraf die Tuareg nicht.

Ein latenter Rassengegensatz wurde von den Franzosen angestachelt. Aus ihrem Blickwinkel war die französische Herrschaft gegenüber der Herrschaft dunkelhäutiger Afrikaner — ihrer früheren Sklaven — das kleinere Übel. Die Politik der ersten Regierung Malis versuchte, die Tuareg sesshaft zu machen, zu Landwirtschaft zu bewegen, ihnen Bambara beizubringen und sie zu einem Teil des Nationalstaates zu machen.

Diese Versuche schlugen fehl. Er wurde beendet, als Algerien zu erkennen gab, keine Aufständischen auf seinem Territorium dulden zu wollen. Viele Tuareg mussten ihr nomadisches Dasein aufgeben und zogen in die Städte, wo sie als Händler tätig waren, oder verdingten sich bei ausländischen Armeen als Söldner. Die neue Regierung verhandelte unter algerischer Vermittlung den Nationalen Pakt , der unterzeichnet, jedoch von beiden Seiten nicht umgesetzt wurde.

Die Gewalt und die Flüchtlingsströme endeten nicht. Die Erkenntnis, dass der Konflikt nicht militärisch zu lösen war, gab Anschub für ein ziviles Programm zur Beilegung des Konflikts. Flüchtlinge kehrten in ihre Heimat zurück, die Kämpfer wurden in das zivile Leben eingebunden. März wurde unter Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste in Timbuktu die Flamme des Friedens entzündet und Waffen verbrannt. Seit haben die Angriffe von Aufständischen im Norden eine neue Qualität. Die nationalistischen oder ethnischen Motive haben Rivalitäten zwischen Schmugglerbanden Platz gemacht.

Der Krieg der Jahre und begann als so genannte vierte Tuareg-Rebellion. Aus Libyen zurückgekehrte Tuareg, die neben militärischer Ausbildung schwere Waffen mitbrachten, förderten diese Rebellion.

Die ersten Kämpfe brachen am Januar östlich von Gao aus und erreichten mit der brutalen Ermordung von 80 Soldaten der malischen Armee bei Aguelhok einen vorläufigen tragischen Höhepunkt.

Dies nicht zuletzt, weil im Rahmen der Friedensbemühungen viele einflussreiche Posten an Tuareg vergeben worden waren. Während die Islamisten mit beachtlicher Effizienz aus den Städten vertrieben wurden, sind die Ursachen des Konflikts nach wie vor latent. Aufgrund der Schwäche des malischen Staates können jihadistische Gruppen auch weiterhin aktiv sein.

Inzwischen dient Mali ihnen sogar als Rückzugsraum von benachbarten Regionen. Die zahlreichen politischen Parteien sind von zentraler Bedeutung für das politische Geschehen in Mali. Parteien sind in Mali kein Zusammenschluss von Menschen mit gleicher politischer oder ideologischer Gesinnung, sondern Vehikel von Patriarchen, die eine Gruppe von Klienten um sich scharen.

Verschwindet die Führungsfigur, geht meist auch die Partei unter; die Hürden, zu einer anderen Partei zu wechseln, sind niedrig. Obwohl einschlägige Vorschriften existieren, ist das Gebaren der Parteien absolut intransparent. Es werden keine Mitgliederlisten geführt, es existiert keine Buchhaltung, Spenden werden bar angenommen, Spenderverzeichnisse werden nicht aufgestellt und Einfluss auf politische Entscheidungen wird zwecks Finanzierung von Wahlkämpfen verkauft.

Klare Programme lassen alle malischen Parteien vermissen. Bei Wahlen ist Stimmenkauf durch die Parteien ein häufig praktizierter Vorgang; angesichts der weit verbreiteten Armut sind Wähler bereit, für die Zahlung von wenigen Euro einer Partei ihre Stimme zu geben. Die Wahlbeteiligung ist chronisch niedrig; in fast keinem Land Afrikas beteiligt sich ein so niedriger Anteil der Bevölkerung an Wahlen wie in Mali.

Zahlreiche Quellen geben übereinstimmend an, dass die Korruption bereits in den Jahren der Militärdiktatur ein Problem war, jedoch während der Demokratie schlimmer geworden sei. Korruption kommt in Mali in vielen verschiedenen Formen vor.

Regierungsbehörden stellen gegen entsprechende Zahlung gefälschte Papiere aus, darunter auch Diplomatenpässe. Korrupte Beamte in Kommunalverwaltungen betrügen Bürger beim Kauf von Land, Doktoren, die bei staatlichen Krankenhäusern angestellt sind und dort ihr Gehalt beziehen, arbeiten in Wirklichkeit in privaten Krankenhäusern.

Staatliche Institutionen und ganze Ministerien entziehen sich jahrelang der Auditierung. Die Politik Malis ist mit der organisierten Kriminalität, vor allem dem Schmuggel und der Lösegelderpressung, auf mehrfache Weise verbunden.

Der Transsaharahandel mit Nordafrika hat eine jahrhundertelange Tradition, seit den er Jahren wurden in Algerien und Libyen subventionierte Güter aus dem Land sowie Zigaretten und Vieh in das Land geschmuggelt. Auch Waffen, speziell seit dem Zusammenbruch Libyens, und Menschen, vor allem Frauen, gehören zu den einträglichsten Schmuggelgütern. Die Regierung Malis hat Milizen arabischen Hintergrundes erlaubt, am Schmuggelgeschäft und den damit verbundenen beträchtlichen Gewinnen teilzuhaben, um damit den Kampf gegen Tuareg-Rebellen, die ihrerseits ebenfalls am Schmuggel beteiligt sind, zu finanzieren.

Es gibt zahlreiche Indizien dafür, dass auch hochrangige Politiker in Bamako am Schmuggel durch die Sahara verdienen, wenngleich direkte Beweise fehlen. Zwischen und wurden mehrfach westliche Ausländer in Mali oder den Grenzregionen der Anrainerstaaten entführt, die Lösegeldzahlungen für die betreffenden Bürger spülten je nach Quelle zwischen 40 und 70 Millionen US-Dollar in die Kassen der Terroristen.

Politiker der Sahel-Staaten, die sich als Vermittler zwischen Entführern und ausländischen Regierungen anbieten, bekommen in der Regel einen Anteil des Lösegeldes. Da sich die Geschäfte der Schmuggler und Erpresser ergänzen, sind sie Allianzen und Symbiosen mit häufig wechselnder Intensität eingegangen, die die Grenzen zwischen Unabhängigkeitskämpfern, Terroristen und Kriminellen verschwimmen lassen.

Um die Kontrolle über Nordmali zurückzuerlangen, werden Mali und die internationale Gemeinschaft bis zu einem gewissen Grad mit Kriminellen zusammenarbeiten und ihnen gleichzeitig den Nährboden entziehen müssen. Während des Krieges in Nordmali wurden von Seiten der Rebellen, Islamisten, diverser Milizen und der staatlichen Sicherheitskräfte grobe Verletzungen der Menschenrechte begangen; auch seit Vertreibung der Rebellen aus den Städten Nordmalis werden Menschenrechte immer wieder verletzt.

Nach wie vor werden Ausländer zum Zweck der Lösegelderpressung entführt und zuweilen ermordet. Die Rebellen wie auch der Regierung nahestehende Milizen werden beschuldigt, Kindersoldaten rekrutiert und eingesetzt zu haben.

Der Armee und anderen staatlichen Sicherheitsorganen wird vorgeworfen, im Zuge der Kampfhandlungen Flüchtlingslager und Zivilisten beschossen, willkürlich Menschen verhaftet und misshandelt zu haben, denen Verbindungen zu den Rebellen nachgesagt wurden. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Militärputsch von kam es zu willkürlichen Verhaftungen und auch zu Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren.

Nach seiner Unabhängigkeit schloss sich Mali zunächst dem sozialistischen Lager an, fand sich mit dieser Politik jedoch zunehmend isoliert und orientierte sich somit mehr und mehr am westlichen Lager. Spannungen mit seinen Nachbarn traten vor allem dann auf, wenn deren innere Konflikte auf Mali überzugreifen drohten. Die Bodenschätze des Landes werden nicht von französischen Firmen ausgebeutet.

Die Sicherung des Zugangs zu den Bodenschätzen als alleinige Erklärung für das militärische Eingreifen Frankreichs im Nordmalikonflikt greift somit zu kurz; vielmehr ging es darum, keinen dauernden Krisenherd in der Sahelzone entstehen zu lassen. Doch die beiden demokratisch legitimierten Präsidenten gaben der wirtschaftlichen Entwicklung den Vorrang und verzichteten auf den Ankauf moderner Rüstungsgüter. Dadurch veraltete das vorhandene Material.

Die Ausrüstung wurde nicht unterhalten, Gelder für den Neukauf und für Soldzahlungen wurden teils veruntreut. Diese beiden Programme wurden von den USA aufgelegt, um die Sicherheitslage in der Sahara zu verbessern und um zu vermeiden, dass ein Rückzugsgebiet für Terroristen und Kriminelle entsteht.

Das Geld und die Informationen wurden von den Empfängerstaaten, nicht nur von Mali, zur Bekämpfung von innenpolitischen Gegnern benutzt. Die Ausbildungsmission der Europäischen Union bildet parallel dazu malische Soldaten aus. Der Staat gliedert sich in zehn Regionen und den Hauptstadtdistrikt.

Diese teilen sich in 49 Kreise cercles und Gemeinden communes. Die Regionen sind nach ihren Hauptstädten benannt. Die Einrichtung ist seit im Gange. Um auch Flüchtlinge und vor allem Nomaden in das Verwaltungssystem eingliedern zu können, entstanden sogenannte Fractions Fractions Nomades , ein Begriff, den schon die Kolonialregierung nutzte , die es dementsprechend vor allem im Norden in der Nähe von Dörfern gibt.

Felsmalereien belegen die Besiedlung Malis seit dem Paläolithikum.