60 eigene Fragen im Vorstellungsgespräch stellen

 · Der Beruf des Handelsassistenten interessiert mich deshalb, weil es zwei Aufgaben, Umgang mit Menschen und Leitung, verbindet. Den Umgang mit Menschen im Verkauf kenne ich bereits durch Mitarbeit in der Schuleigenen Cafeteria – auch deshalb bewerbe ich mich bei Ihnen.

Wären Sie bereit, umzuziehen?

Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch.

Mit Fragen wie dieser werden Ihre Gesprächspartner die Schlussphase im Vorstellungsgespräch zur Ausbildung einläuten. Sprechen Sie nun an, was in der vorangegangenen Unterhaltung noch nicht beantwortet worden ist. Stellen Sie eigene Fragen, greifen .

Hier interessiert vor allem der Subtext: Achten Sie auf die Zwischentöne und bohren Sie ruhig ein bisschen nach — um welche Herausforderungen geht es genau? Welche Konflikte lauern wo? Wie ist das Team zusammengesetzt? Wie offen geht das Unternehmen mit Schwierigkeiten um?

Welchen Herausforderungen muss sich Ihr Unternehmen aktuell stellen? Gewiss, man wird Ihnen kaum erzählen, dass die Company kurz vor der Insolvenz steht. Aber vielleicht erfahren Sie etwas über das Selbst- Bewusstsein der Firma — wo diese aktuell im Markt steht und künftig stehen will. Die wichtigste Frage — wenn auch verhüllt gestellt — dabei ist natürlich: Befindet sich das Unternehmen auf Wachstumskurs oder Schrumpfkur?

Warum arbeiten Sie für dieses Unternehmen? Hier kommt es ein bisschen darauf an, wie Sie die Frage betonen.

Sie darf weder despektierlich noch überrascht klingen, Motto: Kommt bei der Frage nicht mal der einstellende Personalentscheider ins Schwärmen, sollten die Alarmglocken nicht klingen, sondern donnern.

Die Frage stammt von einer Leserin auf Facebook Danke! Genauso denkbar ist auch die Variante: Wie gehen Sie mit Mitarbeitern in angespannten Situationen um?

Der Charme dieser Rückfragen steckt vor allem darin, etwas über die Persönlichkeit des künftigen Chefs und über die Firmenkultur zu erfahren. Obendrein können sich so spannende Gespräche entwickeln — wie auch bei der Leserin: Eine Variante davon ist auch: Der Vorteil dieser Frage ist, dass Sie in dem Interview so wesentlich mehr über die Herausforderungen des Jobs erfahren, als in der Stellenanzeige steht. Und Sie erfahren auch — indirekt — wie Ihre Chancen stehen, den Job zu bekommen.

Je mehr Ihr eigenes Profil auf die Beschreibung passt, desto besser. Auch im Hinblick darauf, ob Sie wirklich zu dieser Stelle passen und dort reüssieren. Die Liste sämtliche Rückfragen können Sie — wie gewohnt — bei uns auch gerne kostenlos als PDF herunterladen , ausdrucken und sich als Merk- oder Spickzettel zum Vorstellungstermin einpacken.

Nur bitte nicht den Zettel zücken und ablesen — das sieht eher unsouverän aus. Es wäre auch zu viel des Guten, alle Fragen zu stellen. Picken Sie sich am besten, fünf bis zehn davon heraus und lernen Sie diese kurz vorher auswendig… Eigene Fragen im Vorstellungsgespräch — speziell für Führungskräfte Wer sich als Führungskraft bewirbt , von dem wird üblicherweise mehr erwartet, als von Berufseinsteigern.

Nicht selten spiegelt sich das auch in den Zielvereinbarungen des Arbeitsvertrags. Umso wichtiger ist es für die Managerinnen und Manager in spe, genau nachzufragen, wie die Rahmenbedingungen aussehen , was genau von ihnen erwartet wird und bis wann — erst recht, wenn Sie geholt werden, um Change Prozesse zu leiten und strukturelle Verkrustungen aufzubrechen.

Zudem können Sie als Führungskraft auch einige der oben schon genannten Fragen stellen — etwa jene zu den speziellen Herausforderungen des Jobs, zu den kurzfristigen Zielen innerhalb der ersten 90 Tage oder darüber hinaus. Auch dürfen Sie durchaus kritisch nachfragen, wenn die Antwort zu schwammig ausfällt. Bleiben Sie dabei aber bitte immer sachlich und freundlich im Ton.

Der Tenor sollte sein, dass Sie nach Wegen suchen, den Job perfekt zu machen — nicht nach Gründen, warum er nicht zu schaffen ist. Durch systemisches Fragen übernehmen Sie de facto die Gesprächsführung. Von Führungskräften wird das in gewisser Weise auch erwartet — es ist eine Art Arbeitsprobe ihres Könnens. Der Trick ist, dass Sie hierzu vor allem offene Fragen nutzen , um möglichst viele Informationen zu erhalten. Um das noch weiter zu forcieren, können Sie die offenen Fragen noch mit Ich-Botschaften und kurzen Anekdoten garnieren.

Natürlich gehört immer ein wenig Souveränität dazu, solche Rückfragen zu stellen. Doch egal, wie hoch Ihr Stresslevel gerade ist: Fragen Sie bitte nie nach Informationen, die Sie locker vorher im Internet oder in anderen Medien hätten recherchieren können.

Man sagt zwar immer, es gäbe keine dummen Fragen. Manche Rückfragen lassen Bewerber sehr wohl dumm aussehen — und schrecklich unvorbereitet. Dazu gehören auch eigene Fragen, die der Interviewer sowieso nur auf eine Art beantworten kann:. Nein, haben Sie nicht! Wer solche Fragen stellt, ist offensichtlich naiv oder hat überhaupt keine Ahnung , was er oder sie fragen soll. Unklug sind auch Fragen zu Arbeits- oder Urlaubszeiten wie Sie manche Ratgeber ernsthaft empfehlen oder eigene Fragen nach einer baldigen Gehaltserhöhungen.

Solche Rückfragen stellen Ihre Motivation gewaltig in Frage: Noch nicht mal die Zusage zu Job erhalten und schon an Urlaub und mehr Geld denken?! Ebenso wenig sollten Sie in Ihren Gegenfragen Unsicherheit durchblicken lassen: Fragen Sie also bitte nicht, ob Sie einen guten ersten Eindruck hinterlassen haben oder ob Sie den Job bekommen. Welche Produkte stellen Sie her? Wer diese Fragen stellt, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Inzwischen gibt es wohl kaum ein Unternehmen, dass sich nicht auf einer eigenen Website im Internet präsentiert, was es macht, welche Marken und Produkte dazu gehören, welche Firmenphilosophie verfolgt wird.

Wer sich ernsthaft für eine Karriere dort interessiert, sollte also wissen, was das Unternehmen macht.

Wenn Sie aber trotzdem in diese Richtung fragen möchten, dann bitte immer spezifisch: Mich würde nun interessieren, wie DAS genau ist… Wie schnell wird man befördert und wann gibt es eine Gehaltserhöhung? Fluchtgedanken noch vor der Einstellung? Wie schnell kann ich von der Stelle wieder weg? Eigentlich will die Firma erst einmal diesen Posten besetzen — und zwar mit jemandem, der den Job wirklich haben und ausfüllen will.

Wie schnell kann man sich bei Ihnen beruflich verändern oder aufsteigen? Natürlich freut es jeden Personaler, wenn Mitarbeiter engagiert sind, Ziele haben und auch beruflich etwas erreichen wollen. Aber derart direkt gefragt, wirkt das weniger engagiert, vielmehr sagen Sie im Subtext: Der aktuelle Job, auf den ich mich gerade bewerbe, interessiert mich eigentlich gar nicht, er ist für mich allenfalls eine Zwischenstation und Mittel zum Zweck. Und das wiederum könnte dem Personaler sagen, dass Sie entweder nach einer Weile schon frustriert sein werden oder auch genauso schnell wieder gehen, wenn es nicht so läuft, wie Sie das wollen.

Und damit sind Sie schon nicht mehr der perfekte Kandidat für die Position. Falls Sie sich für Aufstiegschancen interessieren, fragen Sie eher das: Wie sieht bei Ihnen die Mitarbeiterentwicklung aus und bietet Ihr Unternehmen so etwas wie ein Mentorenprogramm oder Weiterbildungen an? Das signalisiert dem Personaler ebenfalls, dass Sie sich und Ihrer Fähigkeiten entwickeln wollen also durchaus engagiert sind und gleichzeitig für das Unternehmen und dessen Belegschaftsprogramme interessieren.

Es gibt aber viele typische Fragen , die immer wieder gestellt werden. Und um diese geht es hier. Machen Sie aber bitte nicht den Fehler, komplette Antworten auswendig zu lernen und diese nur noch abzuspulen, wenn die jeweilige Frage gestellt wird.

Das wirkt im Gespräch hölzern, mechanisch und teils auch unglaubwürdig. Besser ist es, die Vorstellungsgespräch Fragen zu kennen und darauf eingestellt zu sein, aber keine ganzen Sätze oder vorgefertigte Phrasen herunterzubeten.

Es reicht vollkommen aus, wenn Sie sich im Vorfeld mit den verschiedenen Fragen beschäftigen , darüber nachdenken und sich bewusst sind, auf welche Arten von Fragen Sie reagieren müssen. Die folgende Auswahl listet ganze typische Fragen im Vorstellungsgespräch auf, die so natürlich nie alle auf einmal gestellt werden und die Sie auch nicht akribisch samt dazugehöriger Antwort auswendiglernen sollten. Das wäre übertrieben, Personaler erkennen stumpf auswendig gelernte Antworten ohnehin sofort und sind meist wenig begeistert davon.

Sich darauf vorzubereiten und frühzeitig darüber nachzudenken , was Sie auf häufig gestellte Fragen antworten könnten, sollten Sie aber unbedingt tun. Wir zeigen Ihnen typische Fragen aus dem Vorstellungsgespräch sowie Tipps zu möglichen Antwort zu jeder Kategorie, um Ihnen bei der Vorbereitung zu helfen:. Nach ein wenig Smalltalk am Anfang startet die erste Phase im Vorstellungsgespräch gerne mit der sogenannten Selbstpräsentation , die durch genau diese Frage oder Aufforderung eingeleitet wird.

Hier sollen Sie in wenigen Minuten — höchstens drei bis fünf, oft auch deutlich kürzer — die wichtigsten Informationen über sich selbst zusammenfassen. Etabliert hat sich eine Struktur aus drei Schritten: Welche Schwerpunkte haben Sie bisher gelegt?

Welche Projekte haben Sie betreut, welche Qualifikationen und Erfahrungen gesammelt? Welche Ziele und Pläne haben Sie für die Position? Wie wollen Sie sich für den Erfolg des Unternehmens einbringen und mit welchen Ideen dazu beitragen?

Weitere Fragen als Gesprächsöffner Warum sollten wir Sie einstellen? Was können Sie für uns tun, was andere nicht können? Warum möchten Sie diesen Job? Warum kommen Sie zu spät? Was beeindruckt Personaler mehr: Diese sollten zunächst Aussagen im Bewerbungsgespräch bewerten und sich in simulierten Vorstellungsgesprächen entscheiden, welche Kandidaten sie bevorzugt einstellen würden.

Das Ergebnis überraschte alle. Also jene Kandidaten, die erklären konnten, warum ihnen der Job in spe so am Herzen liegt. Unternehmen suchen nach motivierten und engagierten Mitarbeitern, die sich für den Erfolg einsetzen und mit Begeisterung ihrem Job nachgehen. Viele Personaler fragen deshalb genauer zur Bewerbungsmotivation nach.

Im Kern geht es dabei um die zentrale Frage: Warum bewerben Sie sich bei diesem Arbeitgeber und auf genau diese Stelle? Die Suche und Besetzung einer Stelle ist zeit- und kostenintensiv. Personalern ist deshalb daran gelegen, Mitarbeiter zu finden, die wirklich für den Job brennen und auch langfristig Teil des Unternehmens sind.

Entsprechend überzeugend sollten Sie Ihre Motivation zum Ausdruck bringen. Was macht diesen Arbeitgeber für Sie so attraktiv? Was sind Ihre langfristigen Vorstellungen? Wollen Sie sich eine Position mit mehr Verantwortung erarbeiten? Welche zukünftigen Aussichten haben zu Ihrer Entscheidung für eine Bewerbung beigetragen?

Warum wollen Sie Ihren bisherigen Job aufgeben? Was haben Sie an Ihrem vergangenen Job überhaupt nicht gemocht? Was denken Sie über Ihren letzten Chef? Was wissen Sie über unser Unternehmen? Was wissen Sie über unsere Branche?

Was haben Sie vorher verdient? Welches Gehalt stellen Sie sich vor? Wie lange würde es dauern, bis Sie bei uns einen signifikanten Beitrag leisten?

Wären Sie bereit, umzuziehen? Haben Sie auch Fragen an mich? Wenn Sie jemanden für diese Stelle interviewen müssten, auf was würden Sie achten? So können Sie darauf antworten: Die typische Frage nach den Schwächen im Vorstellungsgespräch wird von Bewerbern ebenso gehasst wie gefürchtet. Natürlich kann man versuchen, die Frage nach den Schwächen so zu beantworten, indem man sie nicht beantwortet — durch ausweichen, drumherum oder schönreden.

Sollten Sie aber nicht! Drei Studien mit insgesamt rund Probanden waren diesem Ergebnis vorausgegangen. Wer sich allzu perfekt präsentierte, schnitt weniger gut ab als jene, die einen ungeschminkten Eindruck von sich selbst vermittelten.

Und was würde er negatives über Sie sagen? Was sind Ihre Stärken? Geben Sie mir ein paar Beispiele von Ideen, die Sie umgesetzt haben. Wenn ich Ihren ehemaligen Vorgesetzten fragen würde, welche Weiterbildung für Sie noch wichtig wäre — was würde er antworten?

Welche drei positiven Charaktereigenschaften fehlen Ihnen? Wovor haben Sie am meisten Angst? Nennen Sie mir jeweils ein Beispiel, wann Sie überdurchschnittliches und unterdurchschnittliches geleistet haben. Können Sie beschreiben, wie das war, als Sie für Ihre Arbeit kritisiert wurden? Was irritiert Sie am meisten an anderen Menschen und wie gehen Sie damit um? Sagen Sie mir etwas über Sie, das ich Ihrer Meinung nach unbedingt wissen sollte. Wo möchten Sie in fünf Jahren stehen? Wohin möchten Sie sich in Ihrer Karriere entwickeln?

Jeder arbeitet anders — im Team muss es aber dennoch zusammenpassen , um gemeinsam Projekte zum Erfolg zu führen und zusammen die besten Ergebnisse zu erzielen. Fünf Einzelgänger, die am besten alleine funktionieren und nur schwer Kompromisse finden, lassen sich kaum zu einem erfolgreichen Team kombinieren.

Dann sollten Sie dies auch in Ihrer Antwort berücksichtigen. Sind klare Anweisungen und Verantwortungen gefragt?

Dann gehen Sie darauf ein. Allerdings sollten Sie nicht das Blaue vom Himmel versprechen , wenn Ihre tatsächliche Arbeitsweise das nicht halten kann. Spätestens in der Probezeit kommt das eh raus, also tun Sie weder sich noch dem Unternehmen einen Gefallen. Weitere Fragen zur Arbeitsweise Wie motivieren Sie sich? Was war das letzte Projekt, an dem Sie gearbeitet haben und was war das Ergebnis? Welche Techniken oder Werkzeuge nutzen Sie, um sich selbst zu organisieren?

Erzählen Sie mir davon, wie Sie einen Kollegen kritisieren mussten. Wie haben Sie das gemacht? Haben Sie jemals in einem Team gearbeitet, in dem einer oder mehrere sich auf der Arbeit anderer ausgeruht haben. Wie sind Sie damit umgegangen? Doch noch haben Sie Ihr Ziel nicht erreicht.

Im Vorstellungsgespräch zur Ausbildung bekommen Sie es mit der geballten Neugier der anwesenden Betriebsvertreter zu tun. Typischerweise gliedert sich ein Bewerbungsgespräch in vier unterschiedliche Phasen: Am Ende des Vorstellungsgesprächs besprechen Bewerber und Betriebsvertreter das weitere Vorgehen und verabschieden sich. Ihre inhaltliche Beteiligung ist beim anfänglichen Abtasten die eine Seite der Medaille.

Wie gut der Einstieg ins Vorstellungsgespräch gelingt, ist aber vor allem eine Frage des persönlichen Auftretens. Anhand von Kleidung, Erscheinungsbild und Umgangsformen machen sich die Interviewer nämlich bereits ein nachhaltiges Bild vom Bewerber. Beachten Sie daher die elementaren Etikette-Regeln: Handy vor dem Vorstellungsgespräch ausschalten, sich für die Einladung bedanken, den Ausführungen der Interviewer aufgeschlossen folgen, Fragen und Antworten mit freundlicher Mimik und Gestik begleiten.