KOPFGRIPPE-FOLGEN / MEDIZIN: Manchmal erst nach Jahren


Zum Tod Christa Müllers Dresden, Den Erreger, der jetzt als Ursache des Infarkts verdächtigt wird, tragen mindestens 60 Prozent der Bevölkerung in ihren Lungen und im Blut. Besinnliches, aber auch Heiteres zur Advents- und Weihnachtszeit wollen wir erzählen und in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen Kindheitserinnerungen und Über-lieferungen aus dem Tecklenburger Land wieder lebendig werden lassen. Also wurden auch die Insassen, wenn sie die körperlich schwere Arbeit nicht mehr leisten konnten, ermordet. Übersteigt die Dauer des Aufenthalts nicht den Zeitraum von drei Monaten, so sind die neu Anziehenden diesen Lasten nicht unterworfen.

Harmlos oder Warnzeichen?


Zu beachten ist, dass hier der Juckreiz — das typischste der Krätze-Symptome — oftmals völlig fehlen kann. Die Krätze-Behandlung geht schnell, schmerzlos und unkompliziert — zumindest in den meisten Fällen. Unter bestimmten Umständen kann die Therapie der parasitären Hauterkrankung allerdings Schwierigkeiten bereiten, beispielsweise wenn mehrere Menschen innerhalb einer Gemeinschaftseinrichtung betroffen sind.

Auch der Zustand des Immunsystems der Patienten spielt eine Rolle, und bei einigen Patientengruppen gibt es Abweichungen im Behandlungskonzept. Wichtigstes Ziel der Krätze-Behandlung ist es, die Parasiten abzutöten, die die Erkrankung verursachen.

Dafür stehen verschiedene Medikamente bereit, die mit einer Ausnahme alle direkt auf die Haut aufgetragen werden:. Das Insektizid wird als Creme auf die gesamte Körperoberfläche aufgetragen und gilt als Mittel der ersten Wahl. Nur in Ausnahmen greift der Arzt zu Alternativen. Wird in Kombination mit Piperonylbutoxid als Spray eingesetzt, wegen etwaiger Komplikationen aber nur verwendet, wenn eine Therapie mit Permethrin nicht möglich ist.

Hat zwar eine hohe Wirksamkeit gegen die Milben, wird aber aufgrund der relativ komplizierten Anwendung ebenfalls nur in Ausnahmen eingesetzt. Wird auch als Wurmmittel angewendet und im Gegensatz zu den anderen Medikamenten der Krätze-Behandlung in Tablettenform eingenommen. Bis vor einigen Jahren wurde auch Lindan noch häufiger als Alternative zu Permethrin eingesetzt, jedoch verzichtet man mittlerweile weitestgehend darauf, da dieses Insektizid ziemlich giftig ist. In Entwicklungsländern verwendet man in der Krätze-Behandlung neben dem kostengünstigen Benzylbenzoat auch noch vermehrt schwefelhaltige Präparate.

In Deutschland spielen diese aufgrund des unangenehmen Geruchs beim Auftragen und der möglichen Giftigkeit keine Rolle mehr. Studien zufolge rufen die gängigen Medikamente zur Krätze-Behandlung nur sehr selten Nebenwirkungen wie Hautausschläge, Durchfall und Kopfschmerzen hervor. Allethrin kann bei Patienten mit vorbestehenden Erkrankungen der Bronchien und Lungen zu ernsthaften Komplikationen im Bereich der Atemwege führen und sollte daher bei diesen Personen nicht angewendet werden.

Die genannten Wirkstoffe zielen direkt auf die Milben ab. Permethrin, Allethrin und Benzylbenzoat diffundieren nach dem Auftragen in die Haut, verbreiten sich dort und töten die Parasiten ab. Die exakte Anwendung variiert je nach Medikament:. Bei Permethrin genügt in der Regel ein einmaliges Auftragen, wobei die gesamte Körperoberfläche mit der Creme zu behandeln ist. Allerdings müssen die Schleimhäute und Körperöffnungen ausgespart werden, da an diesen Stellen keine Milben vorhanden sind und der Körper dort wesentlich sensibler auf den Wirkstoff reagiert.

Der Kopf und damit auch die Gesichtshaut werden aus diesen Gründen ebenfalls nicht mitbehandelt. Es wird empfohlen die Permethrin-Creme abends aufzutragen und sie am nächsten Morgen frühestens nach 8 Stunden mit Seife abzuwaschen.

Wenn zwei Wochen nach der Erstbehandlung immer noch beziehungsweise erneut Zeichen eines aktiven Milbenbefalls zu sehen sind, etwa Milbengänge oder andere typische Hautveränderungen, dann muss die Behandlung wiederholt werden. Ebenso kann dies bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem notwendig sein. Kinder und Erwachsene können also nach der ersten acht- bis zwölfstündigen Therapie wieder in die Schule beziehungsweise zur Arbeit gehen.

Bei Allethrin und Benzylbenzoat ist das Anwendungsschema vergleichbar. Allerdings muss in manchen Fällen der Wirkstoff mehrmals aufgetragen werden. Invermectin wird zweimal im Abstand von acht Tagen als Tablette geschluckt. Grundsätzlich sollten alle Kontaktpersonen auf Symptome einer Krätze untersucht und gegebenenfalls zeitgleich mitbehandelt werden..

Bei kühlerer Lagerung würden die Krätzmilben über mehrere Wochen ihre Ansteckungsfähigkeit behalten. Bestimmte Umstände erfordern ein Abweichen von der gängigen Krätze-Behandlung, wobei die eingesetzten Medikamente aber meist die gleichen sind. In der Schwangerschaft sind alle verfügbaren Krätze-Medikamente problematisch.

Sie sollten deshalb nur angewendet werden, wenn es zwingend erforderlich ist und auch dann erst nach dem ersten Drittel der Schwangerschaft. Das Standardmedikament Permethrin sollte bei schwangeren Frauen nicht oder nur unter vorheriger Absprache mit einem Arzt verwendet werden. Stillende Frauen sollten Permethrin nur unter ärztlicher Aufsicht anwenden und, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergehen kann, eine Stillpause von einigen Tagen einlegen.

Die Dosierung wird bei diesen Patientengruppen reduziert, damit weniger Wirkstoff in den Körperkreislauf gelangt. Neugeborene sowie Kleinkinder unter drei Jahren sollten ebenfalls nur unter strenger ärztlicher Kontrolle mit einer reduzierten Dosis Permethrin behandelt werden. Das Anwendungsschema gleicht dem bei Erwachsenen, wobei hier auch der Kopf mitbehandelt wird, ausgenommen die Bereiche um Mund und Augen.

Zuvor versucht man hier meist Benzylbenzoat. Allethrin und Invermectin dürfen in der Schwangerschaft gar nicht angewendet werden. Durch die verstärkte Resorption der Substanzen kann es dann zu vermehrten Nebenwirkungen kommen. Wenn das nicht möglich ist, muss auf die systemische Therapie mit Ivermectin zurückgegriffen werden. Bei dieser Sonderform der Krätze kommt es zu einem extremen Milbenbefall, meist aufgrund einer Immunschwäche. Deshalb wird empfohlen, Permethrin mindestens zweimal im Abstand von zehn bis 14 Tagen anzuwenden und die Therapie zusätzlich mit der Einnahme von Ivermectin zu ergänzen.

Im Vorfeld sollten die dicken Borkenschichten mit speziellen Substanzen zum Beispiel harnstoffhaltigen Cremes aufgeweicht werden, damit der Wirkstoff besser in die Haut einziehen kann Keratolyse. Pilzen oder Bakterien , werden bestimmte Antibiotika eingesetzt. Wenn es in Gemeinschaftseinrichtungen wie Pflegeheimen oder Krankenhäusern zu Krätze-Infektionen kommt, sind oft mehrere Patienten betroffen, in ungünstigen Fällen kommt es sogar zu Endemien örtlich begrenztes, aber zeitlich unbegrenztes Auftreten der Erkrankung.

Die Krätze-Behandlung gestaltet sich dann oft schwierig. Sie muss nach strengen Richtlinien erfolgen, um dauerhaft erfolgreich zu sein:. Während bislang auch in Gemeinschaftseinrichtungen vor allem mit Permethrin behandelt wurde, geht der Trend inzwischen mehr zu einer Behandlung mit Ivermectin.

Beobachtungen ergaben nämlich, dass eine Massentherapie aller Patienten und Kontaktpersonen mit der einmaligen Einnahme von Ivermectin gute Erfolgsaussichten hat und die Rückfallquoten am geringsten sind.

Neben den genannten Symptomen können bei Krätze zusätzliche Komplikationen entstehen. Ein Beispiel sind sogenannte Superinfektionen. So nennt man die zusätzliche Ansteckung mit weiteren Erregern bei einer bereits vorliegenden Erkrankung. Bei Krätze können zum Beispiel verschiedene Bakterien leichter in die Haut eindringen und dort Infektionen verursachen Impetignisierung , weil die oberen Hautschichten durch das ständige Kratzen beschädigt sind.

Die Bakterien, meistens Streptokokken oder Staphylokokken, verursachen in ungünstigen Fällen:. Die Haut ist gerötet und meist auch rissig, was in diesem Fall aber keine Folge der Krätze mehr ist, sondern durch den austrocknenden Effekt der Anti-Milben-Mittel verursacht wird.

Die Patienten verspüren ein leichtes Brennen und Jucken. Weil während der laufenden Erkrankung bestimmte Nervenfasern durch den ständigen Juckreiz permanent aktiviert werden, erfolgt möglicherweise eine Sensibilisierung und Umprogrammierung von Nervenzellen im Rückenmark.

Die Nerven sind nun sozusagen dauergereizt und vermelden einen anhaltenden Juckreiz, obwohl längst kein Auslöser mehr vorhanden ist. Spätestens nach einigen Monaten sollte aber mit dem Juckreiz auch das letzte der Krätze-Symptome abklingen.

Die Krätzmilben pflanzen sich auf der menschlichen Haut fort. In diesen Gängen verweilen die Milben einige Wochen, legen ihre Eier und scheiden viele Kotballen aus, die man auch als Skybala bezeichnet. Nach einigen Tagen schlüpfen aus den Eiern Larven, die nach weiteren zwei Wochen geschlechtsreif werden. Somit beginnt der Zyklus von vorne. Die Milben produzieren weder Gift noch greifen sie den Körper in einer anderen Weise direkt an. Auch die gegrabenen Gänge in der Haut verursachen an sich keine Schmerzen oder Juckreiz.

Zu den Symptomen kommt es lediglich deshalb, weil das körpereigene Immunsystem auf die Milben und deren Abfallprodukte reagiert. Dabei werden bestimmte Zellen und Botenstoffe aktiviert, die Schwellungen, Rötungen und Juckreiz verursachen. Die betroffenen Hautareale können sich entzünden und durch das Kratzen wird die Haut zusätzlich irritiert.

Innerhalb mancher Gruppen tritt Scabies häufiger auf als in der Normalbevölkerung. Grundsätzlich ist ein geschwächtes Immunsystem ein Risikofaktor. Betroffen sind hiervon zum Beispiel:. Selbst eine Ganzkörpertherapie mit Cortisol kann in ungünstigen Fällen das Risiko für Krätze erhöhen.

In manchen Regionen in Entwicklungsländern sind bis zu 30 Prozent der Bevölkerung mit Krätze infiziert. In Mitteleuropa ist Scabies mittlerweile dagegen eher selten, jedoch kann es auch hier immer wieder zu Ausbrüchen kommen, vorwiegend in Gemeinschaftseinrichtungen wie Altersheimen, Kindertagesstätten oder Krankenhäusern.

In ungünstigen Fällen entwickeln sich hier sogar Endemien, also chronische Zustände, wobei es innerhalb des begrenzten Bereichs immer wieder zu Infektionen kommt. Problemfällen dieser Art ist dann nur schwer und unter hohem Aufwand beizukommen. Bei Krätze handelt es sich um eine Hautkrankheit, mit der die Menschheit schon seit Urzeiten geplagt ist. Betroffene erleben einen schier unerträglichen Juckreiz und müssen sich deshalb ständig kratzen.

Scabies gehört zu den parasitären Erkrankungen Parasitosen , wird also durch Kleinstlebewesen verursacht, die einen anderen Organismus benötigen, um sich zu ernähren beziehungsweise fortzupflanzen. Die Männchen hingegen sind kleiner und nicht mehr sichtbar. Ein Weibchen wird etwa zwischen vier und sechs Wochen alt und legt ab der zweiten Lebenswoche täglich bis zu vier Eier.

Bei ungünstigen Bedingungen warme Temperaturen, geringe Luftfeuchtigkeit sterben sie schon nach einigen Stunden. Die Krätze ist trotz ihrer meist ausgeprägten Symptome nicht immer leicht zu erkennen. Die Milbengänge, die bis zu einem Zentimeter lang werden können und aussehen wie kleine Kommata, sind oft aufgekratzt oder von anderen Hauterscheinungen verdeckt. Bei dunkleren Hauttypen sind sie generell schwer oder gar nicht zu sehen.

Wenn der Verdacht auf eine Krätze gegeben ist, muss dieser mit dem Nachweis von Milben oder deren Larven beziehungsweise Milbenprodukten bestätigt werden. Dafür gibt es verschiedene Diagnosemöglichkeiten:. In der Behandlung aller Erscheinungsformen des Parkinsonismus hat Dr. Ueber Kranke wurden bisher in Kassel behandelt. Von den mittelschweren Fällen wurden nur 0,88 Prozent, von den schweren Fällen nur 0,1 Prozent nicht gebessert. In den ersten Friedensjahren bekommt er Hungerskorbut und wechselt zur Zahnheilkunde über.

Sein Staatsexamen macht er über ein Thema, das zu damaliger Zeit für einen Zahnmediziner ungewöhnlich ist: Schon in den 20er Jahren beschäftigte er sich mit Encephalitis-Problemen.

Sein Schwager litt damals unter den ersten Anzeichen von postencephalitischem Parkinsonismus. Ein zu Rate gezogener Arzt fragte: Seitdem will Völler wissen, was mit der Encephalitis los ist.

Die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen, wird durch das Magengeschwür eines Italieners eingeleitet. Dieser Patient, in seinen besten Jahren als Koch für den Wohlgeschmack von Risotto und Spaghetti in der königlich-italienischen Küche verantwortlich, war von der Prinzessin Mafalda geschickt worden.

Das Vertrauen des Personals färbt ab. Als Prinzessin Mafalda lebensgefährlich erkrankt - es ist Encephalitis - wird Dr. Völler an das Krankenbett geholt. Die Kur des Kräutersammlers. Die Königin hat ein faible für medizinische Probleme. Die medizinisch interessierte Königin hatte daraufhin Geld zur Verfügung gestellt und die Heilmethode des Kräutersammlers von italienischen Forschern untersuchen lassen.

Atropin ist ein giftiges Alkaloid und wird von den Aerzten als krampflösendes und schmerzlinderndes Mittel verwendet. Die Kräuterkur des Bulgaren ist erfolgreich, wenn auch mit einigen Mängeln behaftet.

Bei ihren Bestrebungen, die bulgarische Kur klinikfähig zu machen, gelingt den Italienern auf dem Umweg über synthetischen Wein die Herstellung einer Medizin mit konstantem Alkaloidgehalt. Bald gibt es das Mittel auch in Tablettenform. Den Aerzten ist nun jede Variation in der Dosierung möglich und damit eine wichtige.

Voraussetzung zur klinischen Behandlung der Encephalitis gegeben. In Rom existiert unter der Schirmherrschaft der Königin Elena auch bereits die erste Spezialklinik für Encephalitiker, in der die bulgarische Kur angewendet wird. Diese Heilmethode kann der Dr. Völler bei einigen Besuchen in Rom studieren.

Endlich hatte Völler Gelegenheit, seine Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Also greift er diese Krankheit auch mit einer Ganzheits-Therapie an. Das Medikament ist für ihn nur Grundlage, Hilfsmittel. In bestimmten Fällen werden dann Umschläge mit radioaktiven Substanzen und Bestrahlungen verabreicht. Dann erst kommt die Medizin. Hinter der Willensbildung des Patienten steht Völler als Antrieb: Begleitmusik soll bei den ersten Schritten die Willensimpulse anregen.

Es gibt nur "Valeszenten". Durch tägliche Schreibübungen über ausgewählte, verschiedene Themen wird die Konzentrationsfähigkeit des Patienten überprüft, besonders zu verschiedenen Zeiten nach Einnahme des Medikaments. Als "Gehirngymnastik" müssen die Patienten beispielsweise alle negativen Wortverbindungen in positive umschreiben.

Die Bewegungsfähigkeit der Hände wird durch einfache Arbeit neu geschult. Die Gelenkigkeitsübungen steigern sich allmählich zu Bastelarbeiten, zu Arbeiten auf der Töpferscheibe, zu Häkeln und Stricken. Statt dessen soll seelische Entspannung durch gemeinsames.

Liedersingen unter Begleitung der Patientenkapelle erreicht werden. Die fortgeschrittenen Patienten machen in den parkartigen Gärten der Klinik oder im nahen Walde Atemübungen. In der Völlerschen Klinik ist das Wort "Patient" abgeschafft.