Komparativer Kostenvorteil


Die Theorie des komparativen Kostenvorteils wurde zwischen und vom Ökonomen David Ricardo eingeführt. Durch die Arbeitsteilung und Spezialisierung auf Grundlage der absoluten Kostenvorteile entsteht also eine Arbeitsersparnis von Stunden. Wie hilfreich finden Sie diesen Artikel?

Klassische Außenhandelstheorien


Die Theorie Ricardos beinhaltet generell eine Forderung nach einem weltweit freien Handel , der bei Spezialisierung der Staaten auf ihre komparativen Kostenvorteile zum Vorteil aller ist. Dabei ist zu beachten, dass nichts über die Verteilung des Handelsgewinnes oder die Effekte der Spezialisierung ausgesagt wird.

Der Anfang des Jahrhunderts war von der industriellen Revolution geprägt. Kern des Industrialisierungsvorgangs war England. Hier ging man von der Handarbeit zur Maschinenarbeit über. Eine Erfindung dieser Zeit ist beispielsweise der dampfgetriebene Webstuhl , wodurch man eine hohe Kostenersparnis erreichte. Damit endete auch die Kontinentalblockade gegen England und es konnte wieder Handel betrieben werden.

Diesen sicherte jedoch die britische Regierung mit hohen Zöllen ab, wodurch die Absatzmärkte stark eingeschränkt waren. Diese wurde in seinem Werk Principles of Political Economy and Taxation veröffentlicht und beinhaltet folgenden Grundsatz: Handel zwischen zwei Ländern nutzt beiden, wenn jedes Land die Güter produziert, bei denen es einen komparativen Vorteil hat.

Er lohnt sich auch dann, wenn ein Land alle Güter selbst günstiger herstellen kann. Relevant ist, welches Land die geringeren Opportunitätskosten Verzichtskosten besitzt.

Jedes Land spezialisiert sich auf die Herstellung des Produktes, bei dem es die niedrigsten Kosten und somit einen komparativen Vorteil hat. Durch den Handel steigt die Gesamtproduktion und es erweitern sich die Konsummöglichkeiten. Der Wohlstand erhöht sich. A-Land verfügt über hoch entwickelte Produktionstechnologie und kann 10 Tücher oder Wein-Einheiten pro Stunde produzieren, B-Land verfügt über eine niedriger entwickelte Produktionstechnologie und kann nur 1 Tuch oder 50 Wein-Einheiten pro Stunde produzieren siehe Tabelle 1.

Umgerechnet ergibt sich für beide Länder ein unterschiedlicher benötigter Zeitaufwand zur Herstellung der Güter. Noch spezieller kann gesagt werden, dass die gesamte Arbeitszeit für die jeweilige Produktkategorie [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] bzw. Durch die weitere Annahme, dass keinerlei Ein- und Austrittsbeschränkungen gelten sollen, folgt, dass die Gewinne der Unternehmen null sind.

Da die Löhne der beiden Gruppen gleich sein müssen, ebenso wie die Preise und der Output jeder Industrie, gilt:. Im Heimatland soll ein Teil der Bevölkerung nachfolgend als [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] bezeichnet alpha-Produkte konsumieren.

Durch das Hinzukommen des zweiten Landes sollen Arbeitskräfte wie folgt neu quantifiziert werden:. Die Gleichung 11 bedeutet also, dass die Summe aus der in der alpha-Produktion und der beta-Produktion arbeitenden Bevölkerung des Inlandes gleich der Summe der in der alpha- und beta-Produktion des Auslandes und diese Summe exogen ist.

Im Ausland sollen die zur Produktion eingesetzten Bevölkerungsanteile allerdings umgekehrt verteilt sein:. Innerhalb einer Region fallen keine Transportkosten an. Krugman behauptet nun vgl. Warum sollte in dem Land, in dem schon eine relativ hohe Nachfrage nach einem Gut herrscht also das Angebot in Verhältnis relativ gering ist , noch Waren dieser Kategorie im Ausland anbieten?

Unter den oben genannten Prämissen besonders hervorzuheben sind die hier unterstellten Massenproduktionsvorteile und die Transportkosten! Politik - Sonstige Themen. VWL - Makroökonomie, allgemein. VWL - Mikroökonomie, allgemein. Philosophie - Philosophie des VWL - Geldtheorie, Geldpolitik.

VWL - Konjunktur und Wachstum. Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen! Fordern Sie ein neues Passwort per Email an. Ausblick von Krugman und kritische Würdigung vorgenannter Modelle 3. Zusammenfassung und Ausblick 5. Einleitung Warum handeln Länder überhaupt miteinander? Das Grundmodell von Krugman Es soll angenommen werden, dass es zwei Kategorien von Produkten, nämlich alpha und beta gibt, die wiederum viele verschiedene Produkte innerhalb ihrer Kategorie beinhalten können.

Weiterhin wird angenommen, dass die Unternehmen Gewinn- und die Personen Nutzenmaximierer sind. Je ähnlicher zwei Länder in ihren Nachfragerpräferenzen, ihrem Einkommensniveau und in ihrer Faktorausstattung sind, umso mehr wird zwischen ihnen intra-industrieller Handel zu erwarten sein. Auch internationaler Handel, der nicht auf der Grundlage komparativer Vorteile erfolgt, bringt Vorteile. Ferner kann internationaler Handel die Marktmacht heimischer Anbieter reduzieren.

Internationaler Handel verringert die Bedeutung von Ländergrenzen für die Marktabgrenzung und macht so die Märkte insgesamt wettbewerblicher. Die erwähnten Produktions- und Konsumgewinne aus internationalem Handel sind rein statischer Natur. Wenn das höhere Einkommen zu höheren Ersparnissen und höheren Investitionen führt, dann kommen dynamische Effekte dazu.

Die neoklassische Wachstumstheorie besagt allerdings, dass die Wachstumsrate langfristig durch Handel nicht beeinflusst werden kann, sodass der dynamische Effekt sich auf eine Erhöhung des langfristig realisierten Einkommensniveaus beschränkt.