Steuerreform: Österreich bei KÖSt im Schnitt der EU-15


Ich gebe Ihnen ein Beispiel, wo das dann ironisch wird. Die schrittweise Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung in der EU dürfte das Körperschaftsteueraufkommen in Österreich im ersten Umsetzungsschritt nur geringfügig ändern und im zweiten Schritt leichte steuerliche Verluste zur Folge haben, so das Ergebnis einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo. Die adaptierte Bemessungsgrundlage ist in weiterer Folge in Relation zu den darauf lastenden tatsächlich entrichteten Ertragsteuern siehe zu den dabei berücksichtigbaren Steuern Rz bf zu setzen. Denn diese beinhalten noch die Bearbeitungsgebühren sowie die Modalitäten der Zins- und Tilgungsleistungen. Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen.

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Ein gegebener Finanzbedarf erfordert bei stärker werdender Steuererosion ein Ansteigen der nominellen Steuersätze. Rechtsgrundlage für die Einkommensteuer ist in Deutschland das Einkommensteuerges.

Der Einkommensteuer unterliegen natürliche Personen, die im Inland einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort haben, als unbeschränkt Einkommensteuerpflichtige mit ihrem gesamten in- und ausländischen Einkommen. Das Einkommensteuerrecht folgt nicht der umfassenden Definition von Einkommen , wie sie die Finanzwissenschaft in der Reinvermögenszugangstheorie entwickelt hat, sondern legt einen wesentlich engeren Einkommensbegriff zugrunde: Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von speziellen Steuerbefreiungen, z.

Ferner existieren bei einigenEinkunftsarten spezifische Freibeträge. Bei den ersten drei Einkunftsarten sind die Einkünfte als Gewinn definiert Gewinneinkünfte , bei den übrigen Einkunftsarten als Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten Überschusseinkünfte.

Der Gewinn wird ermittelt durch Betriebsvermögensvergleich oder durch Gegenüberstellung von Betriebseinnahmen und -ausgaben. EStG ist der Gewinn die Differenz zwischen dem Betriebsvermögen am Ende zweier aufeinander folgender Wirtschaftsjahre zuzüglich der Entnahmen und abzüglich der Einlagen. Bei den steuerlichen Bewertungsvorschriften stehen Mindestwerte für die Aktiva und Höchstwerte für die Passiva und die Abschreibungen im Vordergrund , um einen zu niedrigen Gewinnausweis zu verhindern.

Das Ergebnis, das zu versteuernde Einkommen, ist die Einkommensteuerbemessungsgrundlage, auf die der Tarif angewendet wird. Ehepaare können wählen zwischen Zusammenveranlagung und getrennter Veranlagung Splitting. Im Unterschied zu allen anderen Industriestaaten, die einfach zu handhabende Stufengrenzsatztarife mit meist nur einigen Grenzsteuersätzen Stufen haben, ist der deutsche Einkommensteuertarif ein Formeltarif, bei dem der Steuersatz mithilfe mathematischer Funktionen ermittelt wird; zur Vereinfachung für Verwaltung und Einkommensteuerpflichtige werden tabellarische Übersichten Einkommensteuertabellen herausgegeben.

Es gibt 4 Tarifzonen Tarif Die Einkommensteuer wird auf zweierlei Weise erhoben: Beim Veranlagungsverfahren muss der Steuerpflichtige nach Ablauf des Kalenderjahres eine Einkommensteuererklärung abgeben. Das Finanzamt setzt anhand der Angaben des Steuerpflichtigen die Steuerschuld fest und teilt diese in einem Einkommensteuerbescheid mit.

Bereits während des laufenden Jahres sind vierteljährliche Einkommensteuervorauszahlungen zu leisten , deren Höhe sich nach den Verhältnissen der letzten Veranlagungsperiode richtet. Arbeitnehmer werden zur Einkommensteuer veranlagt, u. Einkommensteuervorauszahlungen und bereits im Quellenabzug erhobene Einkommensteuern werden gegebenenfalls mit der im Veranlagungsverfahren festgesetzten Einkommensteuerschuld verrechnet.

Das Aufkommen betrug ,2 Mrd. DM auf die veranlagte Einkommensteuer und 40,8 Mrd. DM auf Kapitalertragsteuer und Zinsabschlag. Letzterer misst die tatsächliche Belastung der Unternehmensgewinne. In einem ersten Schritt sollen die Gewinnermittlungsverfahren für Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von über Mio.

Euro vereinheitlicht werden, also eine harmonisierte Bemessungsgrundlage geschaffen werden. Im zweiten Schritt sollen dann die Gewinne von europaweit tätigen Konzernen konsolidiert und anhand der Faktoren Kapital, Umsatz, Beschäftigtenzahl und Lohnsumme auf die einzelnen Mitgliedsländer zur Versteuerung aufgeteilt werden. Kapital und Umsatz sollen dabei jeweils mit einem Drittel, Beschäftigung und Lohnsumme mit jeweils einem Sechstel gewichtet werden.

Es ergäbe sich eine Zunahme der Steuerbelastung für die Unternehmen um durchschnittlich 0,06 Prozent. Betroffen wären davon wegen des Schwellenwertes aber nur ein bis zwei Prozent der hier tätigen Unternehmensgruppen. Der EU-Vorschlag würde die steuerliche Bemessungsgrundlage sowohl verbreitern Abschreibungsregelungen und damit zu höheren Steuereinnahmen führen, als auch verringern Pensionsrückstellungen.

Andere Regelungen würden den derzeitigen österreichischen entsprechen. Ausfälle wären vor allem bei der Absetzbarkeit von Fremd- und Eigenkapitalkosten zu erwarten. Diesen Punkt sollte Österreich auch herausreklamieren, rät Lorenz. Das liegt laut Lorenz vor allem daran, dass Österreich derzeit noch immer von Gewinnverlagerungen innerhalb der EU profitiere..

Mit dieser Entwicklung konnten die Steuerleistungen laut AK nicht mithalten. Im selben Zeitraum sei der effektive Steuersatz gesunken und liege nur mehr bei knapp mehr als 20 Prozent. Bei den wichtigsten österreichischen Kapitalgesellschaften spiegelt sich dieses Ergebnis laut AK-Studie ebenfalls wider: Einer Gewinnsteigerung von 38 Prozent in den Jahren bis steht ein Absinken der Steuerquote von 21 auf 17,4 Prozent gegenüber. Fast drei Viertel der untersuchten Unternehmen liegen unter dem nominellen Steuersatz von 25 Prozent.

Über eine marginale Steuerquote von bis zu 10 Prozent freut sich ein Viertel 26 Prozent der Kapitalgesellschaften. Kreditinstitute liegen laut Untersuchung ganz im Trend der "Schmalspur-Steuerzahler".

Auf der anderen Seite ist die Belastung auf Arbeit in Österreich insgesamt zu hoch. Wir brauchen rasch eine Steuerreform, die für mehr Gerechtigkeit und Fairness sorgt. Der Gewinn vor Steuern hat sich von auf um 63 Prozent gesteigert, bei der Entwicklung der Steuerquote sieht es allerdings anders aus: Tatsächlich steigen die ausgewiesenen Ertragsteuern im Verhältnis unterproportional, der effektive Steuersatz ist sogar von 21,53 auf 20,51 Prozent zurückgegangen.

Während der Gewinn in diesem Zeitraum von 7,7 Mrd.