Erdölraffinerie

 · Beste Antwort: Die Erdölrafinerie ist ein sehr komplexer Betrieb, da passiert sehr viel. Das kann man hier gar nicht im Detail erklären, würde ein kleines Buch füllen. Ich vermute mal, Du möchtest vor allem wissen, was die grundsätzliche Tätigkeit einer Erdölraffinerie ist:Status: Resolved.

Erdöl- und Erdgaslagerstätten finden sich heute in Gesteinsschichten, die Porenräume enthalten. Die bei der fraktionierten Destillation anfallenden Schmier- und Heizöle sind noch reich an Schwefelverbindungen. Dies ist beispielsweise für die schweren Rückstände der Destillation erwünscht. Beim Claus-Verfahren wird der anfallende Schwefelwasserstoff mit Luftsauerstoff in einem Reaktor unterstöchiometrisch verbrannt. Hier wird das Flüssigkeitsgemisch in weiteren komplizierten und aufeinanderfolgenden Einzelschritten in unterschiedliche Fraktionen getrennt und zu verkaufsfähigen Produkten aufbereitet.

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 · Beste Antwort: Die Erdölrafinerie ist ein sehr komplexer Betrieb, da passiert sehr viel. Das kann man hier gar nicht im Detail erklären, würde ein kleines Buch füllen. Ich vermute mal, Du möchtest vor allem wissen, was die grundsätzliche Tätigkeit einer Erdölraffinerie ist:Status: Resolved.

Fast alle Raffinerieprodukte erfahren eine weitere Veredelung, die verschiedene im Folgenden beschriebenen Aspekte haben kann: Diverse unerwünschte Stoffe können mit Hydrotreating eliminiert werden, also die Umsetzung unter Zugabe von Wasserstoff gas.

Alkohole werden ebenfalls abgebaut. Eine katalytische Reformierung erfolgt bei einer erhöhten Temperatur von z. Hier werden lineare Alkane in Cycloalkane und Aromaten mit ringförmigen Molekülen umgewandelt, und zum Teil erfolgt auch eine Isomerisierung Umwandlung in verzweigte Moleküle. Beides erhöht die Klopffestigkeit , was für Benzin erwünscht ist. Bei niedrigeren Temperaturen läuft hauptsächlich nur die Isomerisierung ab.

Bei der Reformierung anfallender Wasserstoff kann das Hydrotreating siehe oben verwendet werden. Bei erhöhter Temperatur — mit oder ohne Katalysator, und evtl. Dies ist beispielsweise für die schweren Rückstände der Destillation erwünscht. Ein Teil des Rückstands kann auch zu Petrolkoks werden, der z.

Ähnliches geschieht bei der Alkylierung , einer Reaktion zwischen Olefinen und Paraffinen. Trotzdem verbleiben diverse Belastungen: Raffinerien haben erhebliche CO 2 - Emissionen. Allerdings machen diese nur wenige Prozente der CO 2 -Emissionen aus, die beim Verbrennen der erzeugten Produkte später entstehen. Die Abgase enthalten trotz aufwendiger Abgasreinigungsanlagen noch gewisse Mengen von Schadstoffen wie Schwefeldioxid und Stickoxide. Bei Lagerung und Umfüllungen können Kohlenwasserstoffe in die Luft entweichen.

Mit Gaspendelverfahren oder der Zuführung solcher Gase zu Verbrennungsanlagen lässt sich dies stark reduzieren. Auch Geruchsbelästigungen können auftreten. Die Abwässer enthalten auch nach der üblichen Reinigung noch gewisse Restmengen von Erdölbestandteilen und Extraktionsmitteln. Bei Unfällen können erheblich höhere Abwasserbelastungen erfolgen. Der Boden des Geländes kann durch bei Störfällen auslaufende Substanzen kontaminiert werden.

Auch das Grundwasser kann verunreinigt werden. Raffinerien haben einen erheblichen Wasserverbrauch, sowohl für Kühlwasser als auch für Prozesswasser. Abwässer und Kühltürme können erhebliche Abwärme mengen abgeben, die lokale Auswirkungen haben können. In einer Art Kuppel sammeln sich im Speichergestein immer mehr Erdöltröpfchen — eine Erdöllagerstätte entsteht.

Erdölvorkommen sind also keine riesigen, unterirdischen Seen, sondern eher poröse Gesteinsschichten, die sozusagen wie ein Schwamm vollgesogen sind mit Erdöl. Die wundersame Verwandlung des Plankton zu dem schwarzen, stinkigen und klebrigen Rohstoff kann zwischen So wie wir ihn aus der Erde holen, erinnert nichts mehr an seinen Ursprung, die Kleinstlebewesen aus Meeren und Seen.

Manchmal schafft es das Öl auch bis an die Oberfläche. Erdölseen entstehen, wenn der fossile Brennstoff ungehindert nach oben steigt, weil keine undurchlässige Gesteinsschicht das verhindert.

An der Luft verdunsten die leichteren Bestandteile. Sie befinden sich hier: Planet Wissen Technik Energie. Diese würden bei der Verbrennung giftiges Schwefeldioxid freisetzen, das auch für das Waldsterben verantwortlich ist.

Beim Hydrofinieren werden die zu entschwefelnden Öle mit Wasserstoff vermischt und erhitzt. Bei einer Temperatur von ca. Am Beispiel die Umsetzung von Merkaptanen: Beim nachfolgenden Claus-Verfahren wird der angefallene Schwefelwasserstoff mit Luftsauerstoff in einem Reaktor verbrannt.

Es lässt sich dabei Schwefel gewinnen:. Die Umsetzung von Alkoholen: Die Umsetzung von Aminen: Weiterhin erhält man Wasserstoff als Produkt, der in den Hydrotreating-Prozessen und in Hydrocracking-Prozessen eingesetzt wird. Bis zur Entdeckung des katalytischen Reformings im Jahre durch V. Ein von Standard Oil entwickeltes Reforming-Verfahren auf Basis molybdänhaltiger Katalysatoren wurde bald durch die wesentlich stabileren Platinkontakte ersetzt.

Das Reforming läuft bei ca. Eine unerwünschte Nebenreaktion ist die Verkokung des Katalysators durch Polymerisations- und Dehydrierungsreaktionen. Es gibt zwei Hauptgruppen beim Cracken: Diese beiden Gruppen unterscheiden sich im Wesentlichen dadurch, dass beim thermischen Cracken keine Katalysatoren eingesetzt werden.

Dadurch können dem thermischen Cracken auch Rückstände der Erdöldestillation zugeführt werden, die wegen ihres Gehalts an Schwermetallen und Schwefel den Katalysator beim katalytischen Cracken beschädigen würden. Leitet man das Leichtbenzin in dieses Gemisch, wird es gespalten Beispiel am n-Heptan:. Ethen und Propen sind wichtige Zwischenprodukte zur Herstellung von Kunststoffen. Die Pyrolyse wird auch als Steam-Crackverfahren bezeichnet.

Im Gegensatz zum katalytischen Cracken findet die Pyrolyse bei sehr viel höheren Temperaturen und ohne Katalysator statt.